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1. Routenplaner
Es gibt verschiedene Situationen im Leben eines jeden Menschen, in denen man bei der örtlichen Orientierung die Unterstützung eines Routenplaners gebrauchen kann:
Früher stand man in solchen Situationen oft vor dem Problem, sich entweder auf eine Beschreibung eines Ortskundigen verlassen zu müssen, sich mittels Straßenschildern durch zu „mogeln“ oder bereits vor der Reise in einer langwierigen Prozedur stundenlang mit verschiedenen Landkarten und Stadtplänen mühselig den richtigen Weg zu planen. Und gerade bei letzterem konnte man dennoch nicht sicher sein, ob die Straßenführung sich nicht in der Zwischenzeit geändert und somit die ganze Planung vernichtet wurde.
Gedrucktes Papier ist bekanntlich geduldig und Aktualisierungen einer Landkarte sind nur durch einen erneuten Druck zu bewerkstelligen. Häufig sind Landkarten bereits veraltet, wenn sie erst wenige Monate im Handel erhältlich sind. Zu schnell verändern sich die Straßenverhältnisse nicht nur bei uns, sondern auch in den umliegenden Ländern.
Heute findet man in diesem Bereich jedoch zahlreiche Varianten an Routenplanern, die einem nicht nur die Planung einer Strecke oder das Suchen eines Standortes abnehmen, sondern ohne großen Aufwand Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten oder anderweitige Zwischenstopps einbauen lassen und gleichzeitig die bevorzugte Streckenart mit einplanen. Und das alles ganz automatisch durch die Eingabe von einigen wenigen Daten.
2. Was ist ein Routenplaner?
Ein Routenplaner ist ein Computerprogramm, welches durch die Verwendung von geografischen Daten die optimale Wegstrecke zwischen zwei beliebigen Punkten berechnet. Dabei wird auch das aktuelle Straßenverkehrsnetz in die Planung einbezogen. Das bedeutet, dass das Programm in der Lage ist, die im Programm gespeicherten Daten von Straßenkarten, Stadtplänen und anderen Wegenetzen mit den gewünschten Punkten in Verbindung zu bringen.
Zum Einsatz kommen Routenplaner zum einen als reguläre Programme für den heimischen Computer, für mobile Computer, als Online Version im Internet sowie in handelsüblichen Navigationsgeräten. Navigationsgeräte binden dabei zusätzlich weitere Daten zum derzeitigen Standort mit in die Berechnungen ein und können somit dem Nutzer ständig anzeigen, wie weit sie auf der Wegstrecke bereits vorangekommen sind und welche Wegstrecke nun noch vor ihnen liegt.
3. Wie funktioniert ein Routenplaner?
Damit ein Gerät als Routenplaner funktioniert und die richtige Strecke zum geplanten Zielort herausfinden kann, benötigt es die Daten eines so genannten geografischen Informationssystems, welches in Kurzform als GIS bezeichnet wird. Durch die hierin zur Verfügung gestellten Daten erkennt der Routenplaner, welche Wege vom Start-Standort ausgehend zum gewünschten Ziel führen und welche Straßen dafür befahren werden müssen.
Entsprechend müssen die GIS-Daten stets aktuell gehalten werden. Dies kann sich bisweilen schwierig gestalten, da sich die Führungen der Straßen in ganz Deutschland beziehungsweise den anvisierten Ländern immer wieder ändern können, beispielsweise durch Umgehungsstraßen, langfristigen Umleitungen aufgrund von Baustellen oder generellen Veränderungen und Ausbauten des Straßennetzes, wie sie durch Neubaugebiete oder Umstrukturierungen des Straßennetzes entstehen.
Um die Leistung des Programms zu realisieren muss man sich nur überlegen, wo man selbst in der näheren Umgebung das letzte Mal auf die Situation traf, eine andere Strecke zu einem nah gelegenen Ziel nehmen zu müssen, weil Straßenbauarbeiten die normale Strecke behinderten. Für einen Ortskundigen ist das natürlich kein großes Problem, für einen Ortsfremden hingegen schon.
Diese Problematik stellt sich für den Nutzer jedoch nur bei mobilen Routenplaner, beispielsweise im Navigationssystem eines Fahrzeugs. In Online Routenplanern werden diese Daten regelmäßig von den jeweiligen Webseitenbetreibern und deren Administratoren aktualisiert, ohne dass der Nutzer davon etwas merkt.
Wichtige Teilaspekte in der Funktion des Routenplaners sind daher:
3.1 Geografische Informationssysteme - GIS
Geografische Informationssysteme oder auch Geoinformationssysteme sind Programme, welche die räumlichen Daten einer geografischen Landschaft in eine digitalisierte Form bringen und mittels einer Datenbank verwalten. Darin enthalten sind die geografischen Daten von Ländern, Regionen, Städten, Straßennetzen und ihren Richtungsführungen bis hin zur Position einzelner Häuser.
Bei einer Anfrage durch den Nutzer und dessen Eingabe von Start und Zielort wertet das Programm die Daten so aus, dass die zu bevorzugende Wegstrecke berechnet und anschließend ausgegeben werden kann. Das Ergebnis der Berechnungen wird im Anschluss dem Nutzer des Programms detailliert mit verschiedenen Orientierungspunkten (Straßennamen, Orts- und Städtenamen, Straßenbezeichnungen, ect.) angezeigt und kann bei entsprechender Verbindung zu einem Drucker auch als Liste ausgedruckt werden.
3.2 Globale Positionsbestimmungssysteme - GPS
Der eigentliche Routenplaner gibt nur die optimale Strecke als Ergebnis seiner Auswertungen aus. Durch die Kombination mit einem GPS jedoch, beispielsweise in einem Handy oder einem Navigationsgerät, kann zusätzlich zu der einfachen Ausgabe der besten Wegstrecke auch auf die derzeitige Situation eingegangen werden. Dies funktioniert selbst dann, wenn man selbst keinen Standort eingeben kann, weil man beispielsweise im Extremfall gerade mitten in der Nacht auf einem einsamen und dunklen Feldweg steht oder irgendwo in der vielgerühmten „Wallachei“ eine Autopanne hat.
Hinter dem Begriff „GPS“ beziehungsweise „Globales Positionsbestimmungssystem“ verbirgt sich ein satellitengestütztes System, welches die Position des Nutzers durch die zwischen dem Gerät, Funktürmen und Satelliten hin- und her geschickten Funkwellen des Gerätes ermitteln kann. Diese Position wird im Anschluss in die Berechnungen des Routenplaners nicht nur mit einfließen gelassen, sondern obendrein der Standort mit den Auswertungen des Routenplaners zur geplanten Wegstrecke verglichen.
Durch diese, zugegebenermaßen sehr vereinfachte, Erklärung des GPS dürfte der Mehrwert der Kombination von GIS und GPS für den Nutzer deutlich sein. Ein Routenplaner mit GPS kann einem Menschen an fast jedem Standort auf der Welt den Weg zu dem gewünschten Ziel weisen.
3.3 Notwendige Daten zur Nutzung eines Routenplaners
Für die Nutzung des Routenplaners sind nur wenige Daten notwendig: Der Startort, bei dem die Wegstrecke beginnen soll und der Zielort, an dem man ankommen möchte sind dabei grundsätzlich die wichtigsten Daten ohne welche die Strecke nicht bestimmt werden kann. Alle anderen Daten sind so gesehen zusätzliche Aspekte, die der Nutzer gerne berücksichtigt hätte. Sofern es gewünscht ist, können auch Zwischenstopps oder Zwischenziele hinzugefügt werden, die während der Reise ebenfalls befahren werden sollen. Anhand dieser wenigen Daten ermittelt der Routenplaner verschiedene Strecken.
Des weiteren können zusätzliche Aspekte bei der Fahrt berücksichtigt werden, welche dann ebenfalls in den Routenplaner eingegeben werden müssen. Zu solchen Zusatzaspekten gehört beispielsweise die Meidung oder Bevorzugung von Autobahnen, Besonderheiten der Route wie extreme Steigungen und Gefälle oder auch die Angabe von Rastplätzen für Erholungspausen bei langen Wegstrecken. Diese Auswahl der Aspekte ist zwar nicht bei allen Routenplanern möglich, doch verbreitet sie sich aufgrund der Nachfrage und der Benutzerfreundlichkeit immer mehr. Die Wahl zwischen kürzester und schnellster Strecke hingegen ist eine wählbare Option, die heute beinahe schon zum Standard gehört.
4. Nutzung des Routenplaners
Um einen Routenplaner zu nutzen benötigt man lediglich die Start und Zieldaten sowie die eventuellen Etappenziele und natürlich den Routenplaner. Die Daten (z.B. Ort, Straße oder Postleitzahl) werden im Routenplaner in die entsprechenden Felder eingegeben. Dies geschieht im Fall einer Computer-Version über die Tastatur, im Fall des Navigationsgerätes zumeist über die Pfeiltasten oder auch über eine kleine Tastatur auf dem Display mit „Touch Screen“.
Sind die Daten eingegeben, errechnet der Routenplaner automatisch die geeignete Route, mit der man am einfachsten an das Ziel gelangt. Gleichzeitig kann man dabei bereits Details eingeben, welche die Route beeinflussen sollen. Dies kann unter anderem durch die Eingabe von Etappen- und Zwischenzielen erfolgen oder durch die Angabe, ob man bevorzugt Landstraßen, Schnellstraßen und Autobahnen nutzen möchte.
Verschiedene Nutzungsvarianten bieten sich im Zusammenhang mit dem Routenplaner an:
a) für den kürzeste Streckenverlauf
b) für den schnellsten Streckenverlauf
4.1 Der Routenplaner als Landkarte
Durch die im Routenplaner enthaltenen geografischen Informationssystemdaten ist es natürlich auch möglich, den Routenplaner wie eine Landkarte zu benutzen, um die Umgebung eines Standortes zu erkunden. Damit kann man sich beispielsweise bereits ein Bild von einer Umgebung machen, bevor man sie besucht.
In einigen modernen Routenplanern gibt es dabei die Möglichkeit, sich zusätzlich zu den Straßenführungen auch die Standorte von Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten sowie von Tankstellen oder Rastplätzen anzeigen zu lassen. Bei Onlineroutenplanern wird dies häufig sogar mit weiteren Diensten ergänzt: Branchenadressen der anvisierten oder gerade erreichten Region, kulturelle Angebote wie Theater oder Museen mit Hinweisen auf das aktuelle Kulturprogramm und viele weitere zusätzliche Services sind hier möglich.
Somit lässt sich ein Aufenthalt in einer fremden Umgebung, beispielsweise im Urlaub oder auf einer Geschäftsreise, bereits im Vorfeld sehr einfach und detailliert planen.
4.2 Der Routenplaner als Stadtplan
Gerade in großen Städten fällt es ortsunkundigen Menschen häufig schwer, sich in den Straßen zurecht zu finden und gezielt ein bestimmtes Gebäude oder eine genaue Adresse zu finden. Hierbei kann ein Stadtplan Abhilfe schaffen. Die zusätzliche Anschaffung einer großen Stadtkarte ist für den Besitzer oder Nutzer eines Routenplaners nicht notwendig, da selbst einzelne Häuser und der Weg zu ihnen hin durch das GIS einfach aufgefunden werden können.
Hinzu kommt, dass ein Routenplaner in der aktuellen Version stets genauer ist als ein Stadtplan auf Papier, da ein vollständig neuer Druck der Papier-Landkarte stets mehr Aufwand erfordert als die Aktualisierung eines Computerprogramms, bei dem nur die tatsächlich veränderten Daten angepasst werden müssen.
Somit kann auch in einer fremden Stadt das Haus des Freundes oder Bekannten, das nächste Einkaufszentrum oder auch das Restaurant und das Theater für den abendlichen Ausgang einfach gefunden werden, ohne dass man sich auf einen Schilder-Dschungel oder die Hinweise von Passanten verlassen.
4.3 Die geeignete Route finden
Es macht einen großen Unterschied, ob man innerhalb eines privaten Ausfluges einen Ort oder eine Stadt erreichen möchte und entsprechend relativ frei in seiner Zeiteinteilung ist oder ob man geschäftlich zu einem bestimmten Zeitpunkt bei einem Termin erscheinen muss, um seine Geschäftspartner nicht zu verärgern. Auch das genutzte Fahrzeug spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die geeignete Route zum Zielort zu finden.
Während das eine Fahrzeug in der Lage ist, die Geschwindigkeitsbeschränkungen vollkommen auszunutzen und bei „Tempo 100“ auch wirklich dieses Tempo fahren kann, kann dieser Umstand beispielsweise von einem Fahrzeug mit Anhänger nicht in Anspruch genommen werden, da hier auch bei erlaubtem Tempo 130 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn nicht schneller als 80 Kilometer pro Stunde gefahren werden darf.
Der Routenplaner unterscheidet bei seinen Berechnungen entsprechend in
Durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, Straßenführungen und damit verbundener Verkehrssituation (beispielsweise bekannte Staustrecken in den Urlaubszeiten) oder auch durch Baustellen können die kürzeste und die schnellste Strecke je nach Route sehr unterschiedlich sein und gegebenenfalls auch vollständig von einander abweichen.
Es dürfte verständlich sein, dass eine 150 Kilometer lange Strecke, auf der durchgehend eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 Kilometer pro Stunde gilt gegenüber einer 170 Kilometer langen Ausweichstrecke, auf der größtenteils 130 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen, deutlich im Nachteil ist. Durch die schnellere Geschwindigkeit kann der Zeitrahmen für die 20 Kilometer längere Strecke durchaus deutlich geringer ausfallen als bei der aus Sicht der Kilometerzahl kürzeren Strecke.
4.3.1 Die kürzeste Strecke
Die Berechnungen des Routenplaners zu der kürzesten Wegstrecke werden auf der Grundlage von Entfernungen und der kürzesten Straßenführung ausgewertet. Bei der kürzesten Wegstrecke werden Aspekte wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Stauwahrscheinlichkeiten und kurvenreiche Streckenabschnitte, auf denen langsamer gefahren werden muss als auf einer geraden, keine Berücksichtigung. Allein die Kilometerzahl der Wegstrecke selbst ist dabei entscheidend.
Die kürzeste Strecke kann Vorteile haben, wenn sie beispielsweise vorrangig über Autobahnen und Schnellstraßen führt, mit Überlandfahrten lediglich Umwege durch das Autobahnnetz aufhebt, also eine Abkürzung darstellt. Häufig jedoch führt die kürzeste Strecke hauptsächlich über kleinere Ortschaften und man muss darauf achten, dass man seine Wegpunkte zur Orientierung einhält, um den Weg zum Ziel nicht zu verlieren.
Wer also bereit ist statt der schnellstmöglichen Variante zu seinem Ziel auch die Fahrt durch kleinere Dörfer in Kauf zu nehmen, ist mit der kürzesten Strecke, auch durch die gegebenenfalls mögliche Ersparnis an Benzin oder Diesel und den derzeitigen Treibstoffpreisen, durchaus gut bedient.
4.3.2 Die schnellste Strecke
Nicht immer ist man über die kürzesten Strecke automatisch auch am schnellsten am Zielort. Gerade wenn die Straßenführung auf dem kürzesten Weg über Land führt, viele Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten sind und viele Kurven die volle Aufmerksamkeit des Fahrers zu Lasten der Geschwindigkeit fordern, benötigt man für die geplante Strecke trotz ihrer kilometer-mäßigen Kürze teilweise einen längeren Zeitraum, weil man vergleichsweise nur langsam voran kommt.
Kann man hingegen viel über Autobahnen und Schnellstraßen fahren, kann es sinnvoll sein, einige Kilometer mehr, also quasi einen Umweg, in Kauf zu nehmen, weil hier weniger Behinderungen durch einmündende Straßen, zu berücksichtigende Vorfahrtsregelungen und andere Aspekte des Überlandverkehrs zu beachten sind. Dadurch kann man über einen längeren Weg bisweilen deutlich schneller an seinem geplanten Zielort ankommen.
5. Routenplaner und seine Einsatzvarianten
Es gibt viele verschiedene Arten, wie ein Routenplaner zum Einsatz kommen kann. Die moderne Technik macht die Nutzung von Routenplanern sowohl am heimischen Computer möglich als auch durch den Einsatz von Mobilfunk- und Navigationsgeräten. Auch Kombinationsgeräte sind immer häufiger im Handel erhältlich, wobei in diesen Fällen der eingebaute Routenplaner zumeist als nützliches Extra-Feature anzusehen ist.
Für die Nutzung ist es lediglich erforderlich ein Gerät zu besitzen, auf dem das Computerprogramm des Routenplaners installiert und aufgerufen werden kann. Bei mobilen Geräten sollte man jedoch gleichzeitig auf den aktuellen Stand des Geografischen Informationssystems achten, da sich die Straßenführungen und Wegstrecken unter Umständen auch ändern können.
Entsprechend ist es sinnvoll, einmal im Jahr über den Sinn des Kaufs eines aktuellen Progamms nachzudenken und entsprechend den persönlichen Nutzungsgewohnheiten zu handeln. Aktualisierungen in Form von Updates sind dagegen leider bisher eher seltener zu finden, werden sich in den kommenden Jahren jedoch sicherlich aufgrund der hohen Nachfrage häufen.
Typische Einsatzgeräte von Routenplanern sind demnach:
a) Handy
b) tragbare Computer
c) Navigationsgeräte
d) Kombinationsgeräte
5.1 Routenplaner am Computer
Als Computerprogramm gibt es Routenplaner sowohl als Programm auf CD im Handel, aber auch im Internet. Die Vorteile in der Online-Version liegen dabei zum einen in der Aktualisierung, um die sich der Nutzer nicht selbst kümmern muss, zum anderen auch in den häufig angebotenen Zusatzservices. Dennoch kann auch ein aktuelles CD-Programm bei der Planung von Reisen zu Geschäftsterminen oder Urlaubszielen hilfreich sein.
In beiden Fällen werden die benötigten Daten in eine Eingabemaske am Bildschirm über die Tastatur eingegeben und ebenfalls am Bildschirm ausgegeben. In der Wegbeschreibung finden sich dann für jeden wichtigen Wegepunkt (Autobahnwechsel, Abfahrten, Ortschaften) eine Information über den weiteren Streckenverlauf. Vom Bildschirm aus kann im Anschluss, wenn vorhanden, eine Ausgabe an den Drucker erfolgen, um die detaillierte Streckenbeschreibung auch als Papierausdruck mitnehmen zu können.
5.1.1 Online Routenplaner und Zusatzservices
Generell bieten moderne Routenplaner vielfältige Möglichkeiten zur Planung von Reisen. Gerade die Online Routenplaner bieten jedoch viele zusätzliche Angebote zumeist in Form von Portalen, in denen der eigentliche Routenplaner integriert ist. Die Online Routenplaner sind von ihren Webmastern und Adminstratoren dabei in der Regel gut gepflegt und werden regelmäßig aktualisiert.
Durch die umfangreichen Vernetzungsmöglichkeiten im Internet ist es für Onlinebetreiber von Routenplanern ein leichtes, zusätzliche Services auf der Webseite anzubieten. So wird hier häufig neben dem Service der Routenberechnung inklusive der Berücksichtigung der persönlichen Vorlieben (Autobahn, Landstraße) und Reiseplänen (Inland, Ausland – im regulären Routenplaner zumeist nach Ländern getrennt) weitere Angebote aufgezeigt, die mit der Reise in Verbindung stehen können:
Zwischenstopps
Wer eine lange Wegstrecke zu bestreiten hat, muss auch zwischendurch eine Rast einlegen. Die Anzeige von Rastplätzen, Restaurants und anderen Lokalitäten, in denen die persönlichen Bedürfnisse wie Essen, Trinken und Sanitäre Anlagen befriedigen können, sind bei vielen Online Routenplanern auf Wunsch mit angezeigt, um die Planung des Reiseverlaufs zu erleichtern.
Übernachtungsmöglichkeiten
Neben der Anzeige, wo ein Zwischenstopp auch über Nacht gemacht werden kann, bieten viele Online Routenplaner gleichzeitig eine Verbindung direkt zum Hotel an, so dass ohne großen zusätzlichen Aufwand auch die Buchung eines Zimmers direkt vorgenommen werden kann.
Tourenplaner
Wer eine Tour zwischen verschiedenen Orten und Städten einer Umgebung plant, muss mit einem einfachen Routenplaner zumeist in mehreren Schritten planen. In Online Routenplanern mit integriertem Tourenplaner können einfach alle anvisierten Stätten eingetragen werden. Der Routenplaner zeigt dann auch hierbei den optimalen Reiseverlauf zu allen gewählten Punkten, bisweilen sogar mit Anregungen zu weiteren auf dem Weg liegenden Sehenswürdigkeiten.
Stauwarnungen
Bisweilen gibt es auch Routenplaner, welche die aktuelle Stausituation mit in den Streckenverlauf einplanen. Durch die Schnelligkeit des Kommunikationsmediums Internet kann hier ebenso schnell auf Besonderheiten wie Staus und erhöhte Stauwahrscheinlichkeiten reagiert werden und gegebenenfalls eine alternative Route vorgeschlagen werden.
Wetterwarnungen
Gerade auf Reisen mit dem Auto kann auch das Wetter den Planungsverlauf schnell durcheinander bringen. Die Kombination eines Routenplaners mit Wetterwarnungen verhelfen zum einen zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr, da die Reisenden bereits auf eventuell auftretende Sturmböen und starke Niederschläge aufmerksam gemacht werden können, zum anderen besteht unter Umständen die Möglichkeit, stark beeinflussende Wetterfronten zu umfahren (bei Langstrecken).
Branchenverzeichnisse
Die Kombination eines Routenplaners mit regionalen Branchenverzeichnissen, abgesehen von Speise- und Übernachtungsmöglichkeiten erscheint auf den ersten Blick vielleicht für manche Nutzer nicht als sonderlich wichtig. Sie kann jedoch gute Dienste leisten, wenn beispielsweise Probleme mit dem Fahrzeug auftreten.
Branchenverzeichnisse bieten hierbei den schnelle Zugriff auf die Adresse der nächsten KfZ-Werkstatt (auch in Bezug auf persönliche Vertragspartner), Tankstellen und Autovermietungen (beispielsweise für Geschäftsreisende, die mit dem Flugzeug reisen).
Radarfallen
Nicht immer hat man das Glück, vollkommen freie Bahn auf der Reise zu haben. Nicht wenige Autofahrer lassen sich daher auf freien Streckenabschnitten schon mal zu einer erhöhten Geschwindigkeit verleiten.
Auch wenn es generell besser ist, von vorne herein auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen einer Straße zu achten und auf den „Bleifuss“ zu verzichten, kann es nicht schaden, zusätzlich genau zu wissen, wo möglicherweise fest installierte Radarfallen eine kurzfristige Überschreitung der Geschwindigkeit die Reise teuer werden lassen. Auch solche Hinweise auf Radarfallen können in Online-Routenplanern gegeben werden.
5.2 Routenplaner in mobilen Geräten
Die Technik ermöglicht heute den Einsatz von unterschiedlichen Programmen, die auch auf mobilen Geräten nützliche Dienste leisten, beispielsweise im Handy, in tragbaren Computern oder auch im Navigationsgerät. Dies gilt natürlich auch und ganz besonders für den Routenplaner.
Gerade das Navigationsgerät ist im eigentlichen Sinn für den mobilen Routenplaner gedacht und bietet neben der einfachen Streckenverlaufsanzeige auch die Kombination mit dem Vergleich von geplanter Route und derzeitigem Standort durch GPS.
Die komfortable Nutzung mobiler Technikgeräte erspart den Ausdruck der Wegstrecke auf Papier und bieten dennoch zu jeder Zeit die ortsunabhängige Nutzung des Routenplaners unterwegs.
Mögliche Einsatzgeräte für den Routenplaner sind
5.2.1 Routenplaner und Handy
Handys sind heute längst nicht mehr nur zum telefonieren gedacht, sondern bieten ihren Nutzern vielfältige technische Extras. Man kann mit ihnen telefonieren, Nachrichten versenden, Fotos machen und auch in das Internet gehen. Entsprechend gibt es natürlich heute auch Routenplaner für das Handy, wahlweise als Download für die Integration in das eigene Mobilfunkgerät, in einigen Handys bereits beim Kauf integriert als „Extra-Feature“ oder auch durch den möglichen Internetzugriff in Form von Online-Routenplanern.
Da die meisten Handys heute nicht mehr viel größer als eine Scheckkarte sind, lässt es sich immer und überall nutzen – in all seinen Funktionen. Durch die Nutzung von GPS in Handys, können Handys heute sowohl bei einer Suche geortet werden, das gleiche System jedoch auch umgekehrt für die Nutzung eines Navigationssystems eingesetzt werden.
So eignet es sich sowohl zum Planen von größeren Strecken als auch zur spontanen Nutzung in der fremden Stadt, um heraus zu finden, wo man kurzfristig etwas unternehmen, etwas essen oder übernachten kann.
5.2.2 Routenplaner in tragbaren Computern
Die üblicherweise genutzten tragbaren Computer sind heutzutage das Laptop und der Personal Digital Assistent, kurz PDA genannt. Auf beiden kann man natürlich auch – ähnlich wie bei einem Handy – sowohl mit als auch ohne einen Internetzugang (bei Vorhandensein des entsprechenden Programms) ein Routenplaner-Programm installieren und entsprechend nutzen.
Während sich jedoch das Laptop aufgrund seiner Größe nur für die Routenplanung im Vorfeld eignet, solange man noch nicht unterwegs ist, ermöglichen viele PDA's auch den schnellen Zugriff in Form einer einhändigen Bedienungsweise. Auch in vielen PDA's kommt GPS zum Einsatz, was die Nutzung als Routenplaner oder gar als Navigationsgerät noch vereinfacht.
5.2.3 Navigationsgeräte
Navigationsgeräte sind generell darauf ausgelegt, den Nutzer von einem Punkt zum anderen zu navigieren, also zu leiten. Zumeist gibt das Navigationsgerät auch im Vorfeld die Strecke aus oder zeigt anhand einer simulierten Fahrt auf dem Bildschirm den Streckenverlauf. Grundsätzlich wird es jedoch vorrangig in der Form genutzt, dass beispielsweise während der Autofahrt über akustische Hinweise der Streckenverlauf inklusive Kurven und Abbiegungen genannt wird, damit der Nutzer nicht von der Straße abgelenkt wird.
Müsste der Fahrer während der Autofahrt im Navigator erst nach dem nächsten Orientierungspunkt der Wegstrecke suchen, wie das beispielsweise oft bei Landkartenbenutzern der Fall ist, wäre der positive Effekt des Navigationsgerätes hinfällig. Die akustischen Signale werden dabei zumeist als Sprache ausgegeben (zum Beispiel „In einhundert Metern links abbiegen“).
Gleichzeitig wird der Verlauf der Wegstrecke mittels Symbolen (Pfeilen) auf dem Display des Navigationsgerätes angezeigt, so das ein kurzer Blick auf das Display bereits genügt, um die weitere Führung des Streckenverlaufs auch während der Fahrt schnell zu erfassen.
5.2.4 Kombinationsgeräte
Neben der Nutzung von einzelnen mobilen Geräten mit dem Programm des Routenplaners gibt es inzwischen auch eine große Vielfalt an Kombinationsgeräten, die ebenfalls für die Nutzung des Routenplaners geeignet sind.
Verbreitet sind inzwischen Handys mit eingebautem Navigationsgerät und / oder PDA sowie Kombinationen aus PDA und Navigationsgerät. Da alle diese Geräte einzeln für sich mit einem Routenplaner-Programm ausgestattet werden können, dürfte sich die Frage nach einer Möglichkeit bei Kombinationsgeräten nicht stellen, sondern die Nutzungsmöglichkeit als solches selbstverständlich sein.
5. Für wen eignet sich ein Routenplaner?
Ein Routenplaner eignet sich für alle Menschen, die sich entweder in einer fremden Umgebung zurecht finden müssen oder sich vor einer Reise von einem Ort zu einem anderen das Studieren von umfangreichem Kartenmaterial ersparen möchten.
Entsprechend bietet sich die Nutzung eines Routenplaners für Urlauber und freizeit-gestaltende Menschen ebenso an wie für einen Mitarbeiter im Außendienst einer Firma (Vertreter, Kundenbetreuer oder ähnliches) und den Geschäftsmann, der bei Geschäftsreisen viel mit dem Auto unterwegs ist.
Genau genommen lohnt sich ein die Nutzung eines Routenplaners also für jeden, die viel unterwegs ist oder sich in einer Umgebung bewegt / bewegen muss, in der er sich nicht gut auskennt.
6. Der Routenplaner als hilfreiche Unterstützung unterwegs
Der Routenplaner ist eine hilfreiche Unterstützung für alle Menschen, die viel unterwegs sind oder gerne auf eigene Faust neue Gegenden erkunden. Die modernen Möglichkeiten der Technik in Verbindung mit der einfachen Benutzerführung machen die Nutzung einfach, unkompliziert und auch für Laien gut geeignet.
Da die Nutzung eines Routenplaners nicht auf eine Geräteart beschränkt ist, sondern im Gegenteil sowohl auf Heimcomputern als auch auf mobilen Computern nutzbar ist, kann der Routenplaner in der jeweiligen Form an jeden Nutzer angepasst werden. So kann der Handybesitzer unter anderem einen Routenplaner über das Internet nutzen, der PDA-Besitzer seinen Personal Digital Assistent mit einem Routenplaner-Programm aufrüsten. Wer keines von beidem hat kann wiederum ein einfaches Navigationsgerät für das Auto kaufen.
In jedem Fall dürfte das stundenlange Studieren von Land- und Straßenkarten unnötig werden und auch das Verirren in einer fremden Stadt oder das Verfahren auf langen Strecken dürften in Zeiten von geografischen Informationssystemen (GIS) und Globalen Postitionsbestimmungssytemen (GPS) endgültig der Vergangenheit angehören.
Man findet immer zum Ziel und auch wieder nach Hause - vorausgesetzt, man besitzt einen aktuellen Routenplaner.